Das BlackJack Anaconda I ist zwar weniger überdimensioniert als das Anaconda II, bleibt aber dennoch ein imposantes Kampfmesser. Mit seiner 20,5 cm langen Bowie-Klinge und seinem moderaten Gewicht von 342 g ist es sogar das ausgewogenere und benutzerfreundlichere der beiden Modelle.
Dieses Exemplar stammt aus der kurzen japanischen Phase von BlackJack Knives. Das zwischen Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre in Seki gefertigte Anaconda I verfügt über eine Klinge aus japanischem AUS-8A-Edelstahl, erkennbar an ihrer langen zentralen Hohlkehle, ihrem Clip-Point-Profil und ihrer ausgeprägten Gegenschneide.
La Grotte du Loup hat den industriellen Griff aus Kraton durch einen Griff ersetzt, der vollständig aus geflochtenem Seil besteht und anschließend mit Harz imprägniert wurde. Nach dem Aushärten bilden die Fasern und das Harz eine feste Einheit um die Klinge. Die bewusst raue Textur sorgt für einen festen Griff und verleiht dem Messer eine handwerklich gefertigte, militärisch anmutende Ästhetik, die sich deutlich von der ursprünglichen Ausführung unterscheidet.
Die Parier aus Edelstahl wurde beibehalten. Die Klinge verläuft über die gesamte Länge des Griffs, und ebenso wie beim Anaconda II gehört die untere Bohrung zur ursprünglichen Konstruktion: Sie diente früher zur Befestigung der untersten Schraube des Kraton-Griffs und dient nun als Öse für die Handschlaufe.
Das Messer wird mit einem braunen Lederetui geliefert, das vollständig von La Grotte du Loup maßgefertigt wurde. Die umlaufende Naht, die Gürtelschlaufe und der Haltegurt mit Druckknopf runden eine stimmige Umgestaltung ab, die bis ins kleinste Detail durchdacht ist.
Dieses Exemplar wurde nie benutzt und hat daher noch seine Werksschärfe, die nie nachgeschliffen oder nachgeschärft wurde. Die Klinge ist sehr sauber und weist lediglich einige winzige oberflächliche Unebenheiten sowie lagungsbedingte Farbunterschiede auf. Diese sind unauffällig, ohne tiefe Kerben und ohne jegliche funktionalen Beeinträchtigungen.
Technische Daten des Festklingemessers „La Grotte du Loup BlackJack Anaconda I SEKI Japan Custom“:
Hersteller: La Grotte du Loup
Marke des Originalmessers: BlackJack Knives
Modell: Anaconda I
Typ: Kampfmesser / Custom-Bowie-Messer
Herstellungszeitraum des Messers: Ende der 1980er Jahre bis 1991
Ursprünglicher Herstellungsort: Seki, Japan
Handwerkliche Individualisierung: Frankreich
Gesamtlänge des Messers: 33,0 cm
Klingenlänge: 20,5 cm
Länge der Schneide: 17,0 cm
Länge des Griffs: 12,5 cm
Klingenstärke: 4,2 mm
Klingenstahl: japanischer AUS-8A
Klingenprofil: Bowie / Clip Point
Gegenklinge: vorhanden
Hohlkehle: längs
Klingenoberfläche: satiniert
Schneide: glatt, original und nie nachgeschliffen
Konstruktion: durchgehender Klingenstiel über die gesamte Länge des Griffs
Originalgriff: Kraton
Aktueller Griff: mit Harz imprägniertes geflochtenes Seil
Griff-Farbe: grün und grau
Parier: Edelstahl, Originalteil
Knauf: geschweißtes Messingteil
Öse für Trageband: in die Original-Klinge eingearbeitet
Handschlaufe: olivgrünes Paracord von Randall Made Knives
Gewicht des Messers: 342 g
Etui: maßgefertigtes, handgefertigtes braunes Leder
Hersteller der Scheide: La Grotte du Loup
Verschluss der Scheide: Riemen mit Druckknopf
Trageweise: Gürtelschlaufe
Markierungen: BlackJack Anaconda I Knives Japan und La Grotte du Loup
Zustand: unbenutzt, sehr gepflegt
Besonderheiten zum Zustand: winzige, oberflächliche Farbunterschiede aufgrund der Lagerung
Besonderheit: Einzelstück
Bewertung von Tellknives:
Diese Umgestaltung ist zwar weniger spektakulär als der monumentale Hirschhorngriff des Anaconda II, entspricht aber unserer Meinung nach eher dem ursprünglichen militärischen Geist von BlackJack. Das mit Harz imprägnierte Seil bildet einen festen, strukturierten Griff, der besonders gut zur japanischen Bowie-Klinge passt. Das Messer gewinnt zudem an Handlichkeit: Mit seinen 342 g und seinen vernünftigeren Proportionen lässt es sich gut im Alltag einsetzen, ohne dabei seinen Sammlerwert zu verlieren. Sein Zustand ist eine weitere Stärke, da die Klinge nie im Einsatz war und ihre werkseitige Schärfe intakt bewahrt hat. Die wenigen sichtbaren, winzigen Farbabweichungen sind rein oberflächlich und bei einem über dreißig Jahre alten Vintage-Stück vollkommen akzeptabel. Ein ausgewogenes, funktionales Messer mit einer sofort erkennbaren Identität.
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